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Mental Coaching: Warum ich in mich selbst mindestens genauso viel investiere wie in KI-Tools

Eindrücke von meiner Coaching-Reise nach Tarifa / Dachterrasse des "Hostal Africa"

Im Juli bin ich nach Spanien gereist. “In den Urlaub?” lautete die Frage meistens, sobald mein Gegenüber den Namen des Landes gehört oder ein Social Media Posting der Reise gesehen hat. Doch ich musste hier verneinen. Selbst wenn Sommer, Sonne und Meer auch da waren, habe ich eher eine Reise zu mir selbst gemacht. Business- und Mental Coaching inklusive. Denn genauso wie ich in neue KI-Tools investiere, um im Unternehmensalltag schneller und klarer zu werden, investiere ich regelmäßig in mich selbst – nur eben analog, (vermeintlich) planlos und ganz ohne Timer. Aber erst mal schön der Reihe nach… 

Als Kurzbesuch geplant

“Komm mich doch mal besuchen”, hatte Christina (professionelle Mental Coach sowie mein Podcast-Gast in Folge 10 und Folge 45) schon öfter lose ausgesprochen gehabt. Tarifa, der Kite-Hotspot im südlichsten Spanien, ist schon länger ihr Lebensmittelpunkt. Sie mag nämlich den Begriff “ausgewandert sein” nicht, erzählt sie mir schließlich, als ich in ihrer Casita direkt im Ort einchecke.

Bin ich im “Urlaub”, “verreist” oder verbringe und arbeite ich einfach ein paar Tage im Ausland? Ich weiß es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Willkommen fühle ich mich ab Minute eins, als mich nicht nur Christina sondern auch ihre Hündin Kaya auf der Terrasse herzlich begrüßen. Praktisch, dass mir quasi ein ganzes Stockwerk als “Untermieter” zur Verfügung steht.

Fakt ist: Steht’s im Kalender, passiert’s auch!

Jedenfalls war ich froh und stolz auf mich, den Termin fix im Kalender zu markieren. Nicht nur für mich, auch für unsere Patchwork-Unternehmerfamilie mit meiner Frau Olivia (ebenfalls im Podcast-Talk in Folge 6 und Folge 30) will es im Vorfeld gut organisiert sein, wenn ich mich ganz fünf Tage rausnehme. Endlich angekommen, und was jetzt?

Als “Floating Coaching” erlebt

Was daraus werden würde, wusste ich noch nicht. Nur so viel: Fließend sollte es werden, quasi ein “Floating Coaching”. Im Vorfeld hatten ich bei Christina angeklopft, dass wir jedenfalls ein paar professionelle Coaching-Einheiten unterbringen mögen. Warum ich darum bat? Es sollte so eine Art “Auffrischung” sein, denn schließlich arbeite ich mit Christina bereits seit dem Start meiner Selbständigkeit 2018 immer wieder zusammen.

Ging es mir zunächst um Themen wie Souveränität und Selbstbewusstsein – heraus aus einem großen Agentur- und Menschengeflecht, hin zu einem (Einzel-)Unternehmer, Vortragenden, Arbeitgeber – kamen in den späteren Coaching-Einheiten auch Aspekte wie Privatleben, Partner- und Vaterschaft aber auch Sport und Gesundheit mit ins Spiel. Schließlich gibt es mich als “Thomas” nur einmal, zwar mit unterschiedlichen Aufgaben und “Hüten” die ich in verschiedenen Alltagssituationen trage, aber dennoch möchte ich nach denselben Werten, Zielen und Regeln leben, egal ob ich als Unternehmer, Chef, Partner, Papa oder vielleicht gerade Marathonläufer sprichwörtlich am Start bin.

Wo und wie wurde ich in Spanien nun gecoacht? Ich habe zuerst 2 Tage gewartet bist es “losgeht” (in der Erwartung, wir würden an einem Tisch sitzen, jeweils 50 Minuten lang, mit Notizen, Aufgaben, Fragen…). Aber sollte dann schnell draufkommen, dass es wohl “fließend” passiert: Beim Hundespaziergang, auf der Laufrunde, “zwischen Tür und Angel” also da, wo ich es am wenigsten erwartet hatte. Ich habe es irgendwann “Floating Coaching” genannt. Es gab keinen Start-Stopp-Timer. Aber nach fünf Tagen einen für mich spürbaren Outcome.

Coaching für mehr (wichtige) Fragen als (fertige) Antworten

Dieser sollte fürs erste gar nicht so viele fertige Antworten liefern, als neue Fragen – für mich, meine Ziele, meine Zukunft – aufzubringen. Näher ins Detail möchte ich hier im Blog nicht gehen, aber die Ergebnisse werde ich selbst, sowie die Menschen in meinem Alltag, denke und hoffe ich bald beobachten können.

Als Reise mit Wow-Effekt beendet

Wie zuvor erwähnt, Tarifa liegt im Süden von Spanien und gilt als Kite-Hochburg. Auch ein Faktor für Christina, denn sie hat den Ort über das Kitesurfen entdeckt und schließlich als festen Wohnort gewählt. War ich jemals kiten? Nein. Ebenso hat mich der Ausblick fasziniert, denn keine 15km Luftlinie liegt Afrika. Die bekannte “Straße von Gibraltar” trennt die beiden Kontinente voneinander. Jeden Tag hinüber sehen, jeden Tag über die krassen Unterschiede, die zwischen wenigen Kilometern geografischer Distanz liegen, nachdenken. War ich in Marokko für einen Tagesausflug? Nein. Erlebnisse, Whale Watching, Bootstouren… Alles vor der Haustür. Ich war ja schließlich in einem Urlaubsland. Habe ich eine Tour gebucht? Nein.

“Was möchte ich heute mit meiner Zeit (nicht) machen?”

— Eine gar nicht so einfache Frage

Der Erfolg lag für mich in all dem, was ich nicht gemacht habe

Schon vergessen, ich war ja “nicht zum Spaß” und schon gar nicht “in den Urlaub” nach Spanien gereist. Also was hat den Wow-Effekt für mich schließlich ausgemacht?

  1. Alles kann, nichts muss. In meinem Setting zu Hause in Salzburg als Ehepartner, Vater, Unternehmer und “Chef” kommt es öfter vor, dass eigene Prioritäten, Timings und Wünsche nicht an erster Stelle stehen können. Bei diesem Aufenthalt war es genau umgekehrt. Was will ich heute machen? Was will ich heute nicht machen? Glaub mir, die Entscheidung ist zunächst nicht so einfach gewesen, wie es sich mit Sonne, Meer und frei planbarer Zeit in Hülle und Fülle anhören mag!
  2. Coaching ist (mir) wichtig. Ich hätte auch sagen können, “keine Zeit”, “zu stressig”, “ach… machen wir später”. Nein, ich habe dem Thema und der Reise Priorität gegeben, und alleine dadurch hat sich meine Entscheidung bereits ausgezahlt gehabt. Wie beschrieben, es gab keine starren Sessions, sondern es hat sich alles – Profi Christina sei Dank – im Alltag ergeben. Ja, die Sonne scheint und es ist warm. Aber auch in Flipflops und Shorts tun wichtige, professionelle Coaching-Fragen gleich “weh” wie in einem Besprechungsraum im Büro. Wie schon erwähnt, die Fragen die ich mitnehmen kann überwiegen die fertigen Antworten.
  3. WM-Finale im Finalistenland. Das war nun wirklich ein großer Zufall: Spanien sollte im WM Finale 2026 stehen. Ausgerechnet an jenem Sonntagabend am 19. Juli, der in meine Reisezeit fiel. Ich vermute mal, die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt irgendwo zwischen Totaler Sonnenfinsternis und Lottogewinn? Public Viewing? Logisch! Christina hatte schon beim Halbfinale vor Ort “geübt” gehabt und mir begeistert von den besten Spots, Timings und Tipps, wie sich das Fußball WM Endspiel am besten erleben lässt, berichtet. Ja, es war ein Erleben – viel mehr als ein Anschauen. Genau genommen ein sehr schmutziger “Hundskick”, viele Fouls, wenige (anerkannte) Tore… Stehst du mit Hunderten SpanierInnen versammelt, einer Cerveza in der Hand und einem leichten Sonnenbrand im Nacken mitten im Getümmel, ist Fußball Haupt- und Nebensache zugleich. Und wen interessiert da schon die Halbzeitshow? Auch das: unplanbar, unvergesslich, und trotzdem genau das Gegenteil von durchgetaktet.
  4. Laufen ist kein großes Ding. Ich habe (wieder) gelernt, dass ich öfter einfach so laufen gehen sollte. Es braucht so wenig, außer dem Commitment. Ich nehme mit, keine Wissenschaft daraus zu machen, sondern einfach drauf los zu laufen. Schnell, langsam, viele Höhenmeter oder keine, Sonne, Wolken oder leichter Regen – egal! Jeder Kilometer zählt. Und es fühlt sich währenddessen und danach einfach nur gut an. Dass Christina “ganz nebenbei” auch Ultra-Runnerin ist, habe ich dir glaube ich bis hierher verschwiegen…
  5. Öfter mal ziel- und planlos sein. Du hast es hier gelesen: War das nicht unglaublich viel “Outcome” für eine solche komplett planlose Reise? WM-Finale im späteren Gewinnerland? Check! Schwimmen im Mittelmeer und Atlantik? Check! Dachterrassen-Yoga mit Meerblick? Check! Coaching ohne “gecoacht” zu werden? Check! Erholung ohne (richtigen) “Urlaub”? Check!

Ehrlich: Wann warst du zuletzt “planlos”?

Wann hattest du zuletzt einen Tag, oder sogar mehrere, nur für dich allein, ohne Termine, ohne Verantwortung, ohne (dringende) Bedürfnisse anderer? Was nimmst du aus diesem Beitrag mit? Was willst du von mir, oder vielleicht von Coach Christina (Website: https://yourextramilecoach.com / Kostenloser Newsletter: https://yourextramilecoach.substack.com/about), noch wissen?

Let me know! Kommentiere unten oder kontaktiere mich gerne.

Signatur Thomas

PS: Um den Kreis mit den “KI-Tools” aus der Überschrift zu schließen, noch ein abschließender Kommentar: Jeden bezahlten Euro werte ich sowohl für persönliche Entwicklung als auch für jegliche moderne Tools die mir für Alltag, Effizienz und Kreativität helfen niemals als “Ausgabe” oder Kosten, sondern vielmehr als Investment. Ich entscheide mich was auszuprobieren, investiere was es kostet, und bin immer mehr überzeugt davon, mich dadurch weiterzuentwickeln. Diese Entwicklung muss dabei nicht immer (steil) nach oben gehen, wir kennen schließlich den Begriff “Lernkurve”… lifelonglearning ist jedenfalls ein Leitgedanke, nach dem ich stets zu leben versuche.

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Disclaimer: Bis auf eine Handvoll ergänzende, der Lesbarkeit und Verständlichkeit dienliche Halbsätze und Phrasen sowie einem professionellen Rechtschreib- und Grammatik-Check ist dieser Text von mir verfasst worden und damit weitgehend KI-frei entstanden. Die Bilder sind unbearbeitete Originalbilder von iPhones sowie der Ray-Ban Meta AI Glass. Du kannst die Wayfarer Gen 2 Brille im letzten Bildblock gut erkennen.

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